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Ihre Hochzeit als Profi-Video
Um eine bleibende Erinnerung an diesen bewegenden Tag zu haben, sind bewegte Bilder sicher genau das Richtige. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, damit das Hochzeitsvideo auch wirklich gelingt. |
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Sicher: Eine Videokamera und jemanden, der sie bedienen kann, gibt es in jeder Verwandtschaft. Und ein engagierter Hobbyfilmer wird bestimmt nicht Nein sagen, wenn Sie ihn bitten, an Ihrem Hochzeitstag den Kameramann zu spielen. Trotzdem gibt es zwei Gründe, warum Sie nicht auf einem professionellen Videografen verzichten sollten.
Erstens: Nicht jeder ist ein Profi, der sich dafür hält – und ob Onkel Paul wirklich so gut mit der Digicam umgehen kann, wie er sagt, erfahren Sie erst, wenn es zu spät ist.
Zweitens: Onkel Paul ist ein Gast, der auch an Ihrem Fest teilnehmen möchte – und das lässt sich mit seinen Aufgaben als Kameramann oft genug nicht in Einklang bringen. Deshalb gibt es Profis, die sich nur auf die Herstellung Ihres Movies konzentrieren – und die wissen, wie’s geht. Denn heutzutage ist ein Video nicht nur einfach eine mehr oder weniger zufällige Abfolge von Szenen, sondern mit Hilfe moderner Aufnahme-, Schnitt- und Tontechnik und mithilfe von Special Effects erstellen Ihnen die Videografen regelrechte Hollywood-Filme.
Wenn Sie möchten, dokumentiert der Videograf mit Ihnen den ganzen Hochzeitstag vom Anziehen des Brautkleids bis zu dem Moment, wo Sie die Schlafzimmertür hinter sich schließen. Sie können ihm auch eventuell selbst Selbstgedrehtes oder Fotos aus vergangenen Urlauben oder Ihrer Jugend zur Verfügung stellen, damit er es in das Hochzeitsvideo einarbeitet und so Ihrer beider Geschichte bis hin zum Ja-Wort nachzeichnet. Vieles ist heutzutage möglich dank digitaler Technik.
Die Special Effects
Sie sind das Salz in der Suppe eines jeden Videos. Aber sie sollten in Maßen verwendet werden, denn man kann eine Suppe ja auch versalzen. Und letztlich geht es in dem Hochzeitsfilm in erster Linie um die Menschen, die mit Ihnen diesen Tag erlebt haben, und nicht darum, zu zeigen, was mit moderner Technik alles machbar ist.
Lassen Sie sich aber auch von Ihrem Videografen vorab zeigen, was er anbieten kann. Insbesondere die Überblendungen von einer Szene auf die nächste können durch die technischen Tricks spannend und schön gestaltet werden. Hier ist jede Menge Platz für Phantasie.
Überlegen Sie selbst vorab, wie Sie sich Ihr Video vorstellen und sprechen Sie das mit dem Profi durch. Und damit am Drehtag auch wirklich alles klappt, sollten Sie auf die folgenden Punkte achten.
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- Zwei Kameraleute sind nicht zu viel, denn es passieren immer Dinge gleichzeitig. So sollte etwas während des Ja-Worts vor dem Altar natürlich immer eine Kamera das Brautpaar im Auge behalten und die zweite gleichzeitig die Reaktionen der Gäste, zum Beispiel der Eltern, einfangen können. Fragen Sie auch nach, ob im Zweifel ein Ersatzteam zur Verfügung steht und ob das Team Ersatzausrüstung mit sich führt. Denn auch die modernste Kamera ist vor Ausfällen nicht gefeit.
- Die Zeiten des Stummfilms sind vorbei, auch bei Videos. Aber die in den Kameras eingebauten Mikrofone sind oft von minderer Qualität und in der Regel auch viel zu weit weg vom Geschehen. Zudem nehmen sie das Surren der Kamera gleich mit auf. Fragen Sie nach, ob der Ton gesondert mit externen Mikrofonen aufgenommen wird. Denn Sie wollen sich selbst ja verstehen können, wie das entscheidende Wörtchen aussprechen.
- Das Kamerateam muss bei allen Highlights des Tages ganz vorne mit dabei sein. Aber am besten so, als wäre es gar nicht da. Keinesfalls darf seine Anwesenheit als störend empfunden werden. Das ist eine große Kunst, aber Profis beherrschen sie und machen damit erst natürliche und ungestellte Aufnahmen möglich. Bedingung dafür, dass am Ende nichts Wichtiges auf dem Film fehlt, ist allerdings auch, dass der Videograf vorher über alle Ereignisse informiert ist. Am besten übertragen Sie diese Aufgabe dem Trauzeugen oder der Freundin, die über alle Abläufe Bescheid weiß.
- Wenn die Aufnahme die Pflicht ist, dann ist der Schnitt die Kür. Hier zeigt der Videograf seine ganze Kunst, wenn er aus vielen Stunden ungeordneten Materials ein kompaktes, dramaturgisch perfektes Movie erstellt, das das Besondere dieses Tages einfängt und auf den Punkt bringt. Das kann dann auch eine bis zwei Wochen dauern. Hinsichtlich der Länge des endgültigen Films, seines Aufbaus, der hinterlegten Musik und anderer Details sollten Sie sich wieder mit dem Videografen absprechen. Sie haben hier natürlich Einflussmöglichkeiten.
Ein „Muss“ für jeden Hochzeitsfilm
Folgende Szenen einer Hochzeit sollten auf keinem Video fehlen:
- Ankunft am Standesamt / Einzug in die Kirche
- Ja-Wort, Ringtausch, Kuss
- Aufnahme der Brautpaareltern und anderer naher verwandter während der Zeremonie
- Verlassen der Kirche
- Reiswerfen, Spaliere, Gratulationen etc. nach der Trauung
- Werfen des Brautstraußes und andere Bräuche
- Aufnahme von allen Gästen. Jeder sollte sich auf dem fertigen Video wieder finden
- Wichtige Reden
- Spiele und Aufführungen
- Tanzeröffnung
- Anschneiden der Hochzeitstorte
Auszug aus „Hochzeit“
Ausgabe Nr. 6/2005 November/Dezember
Quellenhinweis: www.hochzeit-magazin.de
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